Mittwoch, 10. Oktober 2007

augen geschlossen. arme verschrenkt.

ich bin da
doch ich atme nicht

ich stehe hier
und ich drohe zu fallen

ich streiche mir eine strähne aus dem gesicht
doch sie fällt zurück in ihren urzustand wo sie schon vorher war

ich schnappe nach luft
doch trockenheit nimmt mich ein

ich huste alles raus
doch es ist noch mehr da

ich spüre mein herz wieder
es schlägt, doch es schmerzt zugleich

ich schliesse meine augen
und dunkelheit erfüllt meinen blick

ich verschränke die arme
doch ich spüre mich selber kaum dabei

ich setze mich
doch alles tut weh

ich atme tief durch
doch es geht nichts

ich schlucke
doch alles kommt wieder hoch

ich öffne meine augen
und sehe kein licht

ich schliesse sie wieder
und nichts verändert sich

ich bewege meine füsse
doch den boden darunter verliere ich

ich schaukle hin und her
und drohe erneut zu fallen

doch wohin falle ich,
wenn der boden unter meinen füssen verschwunden ist?

wo kann ich ein licht sehen,
wenn ich von dunkelheit eingenommen bin?

wie tief kann ich fallen,
wenn mein herz sich nicht spürbar zeigt?

meine augen verschlossen
meine arme verschrenkt

die füsse in der luft
und der oberkörper am schaukeln

innerlich dunkel
äusserlich auch

ist dies nicht die realität?
ist dies nicht ein traum?

ist dies weit hergeholt?
bin das wirklich ich?

niemand weiss es
niemand kann es mir ansehen

nur jemand sieht in mich hinein
und was er sieht, gefällt ihm bestimmt nicht

augen geschlossen
arme verschrenkt

blick nach unten
und fallender schrei

Keine Kommentare: