ich bin da
doch ich atme nicht
ich stehe hier
und ich drohe zu fallen
ich streiche mir eine strähne aus dem gesicht
doch sie fällt zurück in ihren urzustand wo sie schon vorher war
ich schnappe nach luft
doch trockenheit nimmt mich ein
ich huste alles raus
doch es ist noch mehr da
ich spüre mein herz wieder
es schlägt, doch es schmerzt zugleich
ich schliesse meine augen
und dunkelheit erfüllt meinen blick
ich verschränke die arme
doch ich spüre mich selber kaum dabei
ich setze mich
doch alles tut weh
ich atme tief durch
doch es geht nichts
ich schlucke
doch alles kommt wieder hoch
ich öffne meine augen
und sehe kein licht
ich schliesse sie wieder
und nichts verändert sich
ich bewege meine füsse
doch den boden darunter verliere ich
ich schaukle hin und her
und drohe erneut zu fallen
doch wohin falle ich,
wenn der boden unter meinen füssen verschwunden ist?
wo kann ich ein licht sehen,
wenn ich von dunkelheit eingenommen bin?
wie tief kann ich fallen,
wenn mein herz sich nicht spürbar zeigt?
meine augen verschlossen
meine arme verschrenkt
die füsse in der luft
und der oberkörper am schaukeln
innerlich dunkel
äusserlich auch
ist dies nicht die realität?
ist dies nicht ein traum?
ist dies weit hergeholt?
bin das wirklich ich?
niemand weiss es
niemand kann es mir ansehen
nur jemand sieht in mich hinein
und was er sieht, gefällt ihm bestimmt nicht
augen geschlossen
arme verschrenkt
blick nach unten
und fallender schrei
Mittwoch, 10. Oktober 2007
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